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Jura – Biketour, 2. Mai 2004

Am Sonntag waren wir auf einer wirklich coolen Tour. Nachdem Rolf und ich am Abend zuvor noch bis ein Uhr in der Früh an einer Geburtstagsparty gefeiert hatten, klingelte bereits um halb sieben der Wecker. Wir hatten mit Rich und Peter um halb neun in Brugg zu einer Jura- Biketour abgemacht. Zu unserer grossen Überraschung standen auch Fabi und Ruedi beim Treffpunkt am Bahnhof Brugg. Peter hatte uns zwar erzählt, dass er gestern Abend einigen noch ein Mail geschickt hat, aber er rechnete nicht damit, dass es noch jemand lesen würde.
In rasantem Tempo (Fabi war der Hase) fuhren wir der Aare entlang bis nach Küttingen. Von da weg ging’s in die Hügel . . . und wie ! Gleich der erste Weg Richtung Wasserfluh / Saalhöchi war wohl der Steilste den wir erwischen konnten. Danach kamen wir auf einen schmalen Wanderweg, wo wir unsere geliebten Bikes schieben und schultern mussten um weiter zu kommen. Dafür wurden wir anschliessend mit einem coolen Single Trail belohnt. Auf der Saalhöchi gab’s dann das erste Fotoshooting und eine kurze Pause. Ab Saalhöchi folgten wir dem Wanderweg bis zur Schaafmatt wo wir beim Naturfreundehaus eine kleine Znünipause einlegten. Danach fuhren wir auf Wald-, Weid- und Wanderwegen weiter Richtung Frohburg. Hier auf diesem Streckenteil begann sich die Landschaft zu verändern. Wo wir zuvor hauptsächlich durch Waldgebiet fuhren in dem es ähnlich aussieht wie bei uns im Unterland, gab es hier Alpweiden und spektakuläre Felsformationen. Vor etwa drei Jahren organisierte Roger, als er noch in Küttingen wohnte, eine Tagestour in diesem Gebiet. Damals fuhren wir auch über diese Alpweiden, jedoch von der Frohburg herkommend. Es hatte viele Kühe auf den Weiden und die Viehzäune waren alle verschlossen. Diesmal hatten die Chueli noch „Winterpause“ ,was mir natürlich sehr gelegen kam J ! Von der Frohburg fuhren wir weiter Richtung Hauenstein. Unterwegs zweigten wir auf einen steilen Single Trail ab, der uns zu einer Art Aussichtspunkt brachte. Dort versperrten uns riesige Baumstämme den weg und da die Sonne gleich so schön vom Himmel strahlte (wir hatten immer Wolken die uns begleiteten) , beschlossen wir, hier unsere Mittagspause zu machen.
Nach dem Mittagessen (tönt feudal, bestand aber aus Brötli und was sonst noch so im Rucksack zu finden war ) fuhren wir durch den „Hauenstein-Dschungel“, einem Weg der kein Weg war, (danke Rich, die Zecken hatten Freude) hinunter nach Hauenstein. Von dort folgten wir den Wanderwegweisern Richtung Balsthal. Nach einem kurzen, steilen Aufstieg erreichten wir eine alte Militärstrasse die uns in einer angenehmen Steigung auf die Chällhöchi führte. An einer Ruine vorbei, folgten wir dieser Strasse weiter bergauf. Wir befanden uns auf dem Fernwanderweg der bis zu den Pyrenäen weiter verläuft . . . aber das war dann doch etwas gar weit ! Auch auf die Rüeblitorte auf dem Weissenstein  werden wir heute wohl verzichten müssen (armer Rolf :- ), denn bei diesem steten Auf und Ab in den Jura-Hügeln brauchten wir doch etwas mehr Zeit, als wir zuerst geplant hatten.
Bei der Verzweigung Passwang – Balsthal – Olten folgten wir dem „Olten -Trail“. Dieser Weg führte uns an einem Bach vorbei in eine kleine Schlucht . . . ja und dort war dann fertig mit fahren. Zuerst kam eine Treppe und schliesslich standen wir vor einer etwa 6m hohen Leiter ! Schwierig die Bikes dort runter zu bringen, aber ein einmalig gutes Fotosujet ! Zu zweit schafften wir (das heisst die Jungs ;-) ein Bike die Treppe runter und holten dann das nächste. Danach folgte eine lange Abfahrt auf Trails und Waldwegen hinunter nach Hägendorf . . . Welcom back to the Zivilsation ! Bis Olten war es nicht mehr weit. Am Bahnhof lösten wir Tickets für uns und die Bikes und da wir noch eine Stunde Zeit hatten, bis der Zug fuhr, setzten wir uns in ein Strassencafé und bestellten etwas zu Trinken und assen farbigen Kuchen (keine Rüeblitorte, aber auch fein ). Als wir so in der Sonne sassen, kam es mir vor wie in Südfrankreich . . . nur das Meer fehlte im Hintergrund !
Mit der Bahn fuhren wir schliesslich bis nach Baden, von wo aus jeder seinen Heimweg unter die Räder nahm.

Mit dabei waren Peter, Rich, Fabi, Ruedi, Rolf und Tamara

 

 
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