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Dolomiti Superbike, 11. Juli 2003 im Südtirol 

Meine Eindrücke und Gedanken:
- Wetterprognosen sind auch im Südtirol nicht immer treffend (am Morgen war gut angesagt, am Nachmittag einzelne Schauer)
- Die vielen Italiener scheinen mir allesamt "Schönwetterbiker" zu sein, habe ich doch schon bald gemerkt, dass die Jungs einfach nicht runterfahren können wenns ein wenig schlammig ist.
- Auch ich staunte nicht schlecht, als es beim Aufstieg zum zweiten Berg plötzlich zu schneien begann, und sich die Landschaft in ein weisses Kleid hüllte. Noch mehr spanisch kam es mir dann vor, als mir plötzlich etliche Spitzenfahrer (sehr tiefe Nummern) entgegenkammen.
- Dann hatte ich das Gefühl, dass die Temperatur innert Minuten um 10 Grad sank. Scheinbar Hatte es oben nur noch so um die null Grad oder weniger, wie ich später erfuhr.
- Schon ziemlich durchgefroren nahm ich die Abfahrt in Angriff, bereits wissend, dass ich mein Rennen abbrechen werde im Tal ...
- Nach einigen hundert Metern gings nicht mehr. Die Hände schmerzten so vor Kälte, dass es ein Ding der Unmöglichkeit war noch an den Bremsen zu ziehen, also marschierte ich (und Viele mit mir ...) schlotternd das Tal hinunter. Dabei begegneten mir mehrere torkelnde Gestalten, die so schien es mir teilweise halb traumatisiert waren
- Jetzt hatte ich den Punkt erreicht, wo mir die Hände eigentlich nicht mehr weh taten ... aber ich spürte sie auch überhaupt nicht mehr ...
- Dann erreichte ich einen Alp-Gasthof, davor lagen ca. 50 - 60 Bikes. Hier wurde ich auch abgewunken und erfuhr vom Abbruch des Rennens. Also flüchtete ich auch dort rein zum Aufwärmen. Schon im Treppenhaus war eine Ansammlung von schlotternden "Schneemännern", aber mit blauer Nase, unter denen ich nicht einmal auffiel. Da gabs Tee und Handtücher zum trocknen.
- Nach ca. 30 Minuten gings weiter talwärts, nun wieder langsam fahrend. Bald schon traf ich eins der Feurwehrfahrzeuge, das die Bikes inkl. Fahrer ins Tal brachte. Mir gings soweit wieder einigermassen gut, sodass ich die restlichen 5 MInuten zu Tale fuhr.
- Dort im Feuerwehrmagazin war nochmals eine halbe Stunde Aufwärmen angesagt.
- Von da fuhr ich dann ca. 12 Kilometer zurück ins Hotel, immer noch im strömenden Regen.
- Ich bin ja eigentlich kein "Langduscher", aber ich stand dann also auch ca. 15 Minuten unter der warmen Dusche, dann war ich wieder einigermassen "biegsam". In den Fingern hat es aber noch den ganzen Tag "gekräuselt" ...
- Wie ich kurz nach 12.00Uhr mittags aus der Dusche kam, war es schon ein wenig sonnig ...
- Danach machten wir eine 2 stündige Wanderung bei Sonnenschein.

Zu sagen bleibt noch, dass die Organisation glänzend geklappt hat und die Kulisse mit den Dolomiten wirklich einmalig ist. Autor: Peter (Rennchef)

Presse Berichte:  Teil 1 , Teil 2

 
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