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Tagestour Rolf,  26. Juni 2004

Thun- Beatenberg - Habkern - Grünenbergpass - Eriztal - Thun

Am Samstag Morgen trafen wir uns um halb acht Uhr mit Peter, Urs, Fabi, Röbi und René im Baregg und fuhren anschliessend mit den Autos nach Thun. Eigentlich hätte heute Fabi’s Alpenbrevet-Tour stattfinden sollen, doch wegen Schnee in den Bergen musste diese abgesagt werden. Stattdessen konnten wir Rolfs Grünenbergpass-Tour nachholen, welche auch schon zweimal wegen schlechten Wetters abgesagt werden musste.

Um viertel nach neun ging’s los. Von Thun fuhren wir ein Stück dem See entlang bis nach Gunten, wobei unterwegs bereits ein Plattfuss geflickt werden musste (Röbi).

Von Gunten ging’s weiter über Sigriswil hinauf auf den Beatenberg. Teilweise hatte man eine fantastische Aussicht auf den See und die Berge. Eiger, Mönch und Jungfrau hatten wir die ganze Zeit im Blickfeld. Zudem war es sehr schön und warm !

Wir fuhren durch herrliche Berglandschaft, auf Wald- und Feldwegen, bis wir zu einer  Abzweigung kamen, wo wir uns für den falschen Weg entschieden ! Wir hatten wiedermal nur die Routenskizze und keine Karten dabei . . . und die Routenskizze ist leider nicht immer sehr genau ! Schliesslich kamen wir zu einer kleinen Alp, wo wir Mittagspause machten.      Im Stall hinter uns quietschten und  grunzten Säuli, welche der Bergbauer wenig später nach draussen liess. Die rosa Kerlchen waren ja ganz cool . . . mit ihren Ringelschwänzchen fegten sie über die Weiden wie wenn man junge Hunde nach draussen lässt. Neugierig kamen sie näher, aber richtig ran getrauten sie sich dann doch nicht.

Nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Weg zurück nach Habkern. Der Bauer erklärte uns, wie wir über einen Wanderweg am einfachsten dort hingelangen. Schade nur, dass wir wieder all die Höhe hergeben mussten . . . und dann . . . dieser Wanderweg . . . das war anfangs gar kein Weg, sondern eine Weid- und Felslandschaft wo wir den weiss-rot markierten Felsen folgten ! Nach einem weiteren, ungeplanten Abstecher über eine Kuhweide, einen Skilifthang und mitten durch ein schönes Blumenfeld (na danke, das hat gepiekst) fanden wir schliesslich auf den richtigen Weg zurück. Es folgten knapp vierhundert sehr harte Höhenmeter hinauf auf den Grünenbergpass. Die Landschaft war super schön . . . Bäume, Alpweiden und kleine Bäche die sich durch die Landschaft schlängelten, aber so richtig geniessen konnte ich sie nicht, da es wirklich sehr steil war !

Rolf fuhr diese Streck vor ziemlich genau zwei Monaten, aber da hatte es hier oben noch 1 ½ Meter Schnee !!! Er musste ganze zwei Stunden sein Bike durch den Schnee schieben und tragen . . . verrückter Kerl, was ?

Auf der andern Seite ginge es dann über einen super-ruppigen Weg runter ins Eriztal. Die Bremsen liefen heiss und die Federgabeln wurden auch arg strapaziert ! Am Ende dieses Tales gab es dann tatsächlich ein Restaurant, wo wir uns ein kühles Cola und etwas zu knabbern genehmigten . . . das tat gut und gab nochmals Energie für den restlichen Weg ! Dieser verlief zwar hauptsächlich auf Entlebucher Velowegen, trotzdem läpperten sich nochmals gut dreihundert Höhenmeter zusammen, bevor wir die Abfahrt nach Thun in Angriff nehmen konnten. Auf der Abfahrt gab’s dann noch eine unfreiwillige, kleine Pause, da mitten auf der Strasse eine ganze Herde Chueli heraufgezottelt kam, die sich auf dem Weg zurück zum Stall befand. Zurück in Thun setzten wir uns in ein Café an der Aare, wo sich einige zum Abschluss dieser schönen Tour noch einen Coupe gönnten.

Im ganzen legten wir heute 76km und 2000Hm zurück . . .

 

 
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