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2 Tages Biketour Graubünden, 11./12. Juni 2005

Anfangs Woche verhiessen die Wetterprognosen für das Wochenende schönes Wetter. Auf Mitte Woche wurden die Aussichten immer trüber und schliesslich entschieden wir uns am Freitagabend, nach dem für Samstag und Sonntag wieder einigermassen schönes Wetter voraus gesagt wurde, doch zu unserer 2-Tages-Tour im Bündnerland zu starten.

Am Samstagmorgen trafen wir uns um 6.30 Uhr im Tägerhard in Wettingen . . . wir, das waren : Fabi, Oskar, Christine, Rolf und Tamara . . . und Rich , der kam eine halbe Stunde zu spät und dann auch noch mit zwei platten Rädern !!! Tja, was will man da noch sagen !

Um halb zehn Uhr ging’s dann endlich los ! Wir starteten in Chur und fuhren dem Polenweg entlang, hoch über dem Vorderrhein, nach Rothenbrunnen. Das Wetter war genial . . . blauer Himmel, Sonne und angenehm warm ! Danach fuhren wir durch die kleinen Dörfchen Tomils, Paspels und Scharans Richtung „Alter Schyn“. Das ist ein alter Säumerweg der von Scharans in einem steten Auf und Ab über Wurzel- und Waldtrails und durch einen finsteren Naturstein-Tunnel (echt, dort drin sieht man rein gar nichts) nach Muldain führt. In Muldain gab es dann die ersehnte Mittagspause. Zwar fehlte das kühle Cola auf das wir uns alle so gefreut hatten (das Restaurant war geschlossen), doch das Picknick aus dem Rucksack schmeckte trotzdem gut !
Nach der Mittagspause fuhren Oskar und Christine auf direktem Weg von Muldain in die Lenzerheide, da Oskar an seinem Hinterrad einen Defekt hatte, den er noch heute in einem Bikeshop beheben lassen wollte. Wir andern fuhren weiter via Sporz Richtung Piz Scalottas auf 2300m.ü.M. Allerdings mussten Rich und ich bei der Alp Nova (2000 m.ü.M) kapitulieren . . . wir hatten heute einfach keine guten Beine eingepackt . . . schon der Weg zur Alp Nova hinauf war ein einziger Krampf  ! So waren Rolf und Fabi an diesem Tag die einzigen „Gipfelstürmer“ ! Rich und ich warteten an der Sonne bis die andern beiden wieder zurück waren, danach fuhren wir gemeinsam über den Höhenweg zur Alp Lavoz und über die Stätzer Alp hinunter zum Heidsee. In der Lenzerheide trafen wir Oskar und Christine im Hotel Spescha. Dort gab es erst mal eine Erfrischung und heisse Capuccinos . . . mmh . . . das tat gut ! Danach bezogen wir die Zimmer um uns vor dem Abendessen etwas frisch zu machen ! Wir hatten zwar vorgängig kein Hotel reserviert, aber vorabgeklärt ob im Hotel Spescha noch Zimmer frei wären.
Abends gingen wir dann zum Italiener beim Sportplatz um uns mit feiner Pasta verwöhnen zu lassen !
Facts des ersten Tages : es wurden ca. 50km und 1800Hm zurück gelegt (Fabi und Rolf ca. 2100Hm).

Der Sonntagmorgen begann bedeutend weniger schön als der Vortag. Die Wolken hingen tief über der Lenzerheide und wir hofften fest, dass es nicht zu regnen beginnt.
Nach einem ausgiebigen Frühstück starteten wir gegen 9.30 Uhr Richtung Churer Joch. Zuerst fuhren wir durch den „Eichhörnli-Wald“ zum Heidsee (es hatte wirklich viele Eichhörnchen . . . die Vorwitzigsten kamen ganz nahe an uns heran um zu schauen, ob wir Nüsse mitgebracht haben  ) . Von Valbella ging’s dann auf der Strasse weiter bis nach Parpan, wo wir auf einen Waldweg einbogen, der uns in einem regelmässigen, nicht sehr steilen Aufstieg bis auf 2020m.ü.M zum Churer Joch führte. Oben mussten wir uns erst mal warm anziehen, denn es blies uns ein ziemlich kalter Wind um die Ohren ! Die Abfahrt nach Tschiertschen gestaltete sich im oberen Teil recht knifflig und auch unten kamen noch einige Trailpassagen dazu . . . aber es war toll ! Weniger toll war das, was nach Tschiertschen folgte. Die Abfahrt von Tschiertschen nach Molinis wäre eigentlich in einer ¼-Stunde auf der schmalen Teerstrasse zu machen gewesen . . . aber Rich fand mal wieder einen „coolen“ Weg auf dem wir schlussendlich gut eine Stunde unsere Bikes herumschieben und stossen mussten . . . ohhh Ärger ! Dabei hätten wir’s so angenehm haben können !
In Molinis gab’s eine kurze Bananen- und Ärgerverrauschpause  , damit wir uns vor den nächsten 800-900Hm nach Arosa hinauf nochmals stärken konnten. Auf einem Waldweg auf der rechten Seite der Plessure (Fluss) fuhren wir die ersten vier-fünfhundert Höhenmeter hinauf nach Litzirüti. Dort wechselten wir auf einen schönen aber steilen Wanderweg, der uns weiter dem Fluss folgend bis zum Aroser Stausee hinauf führte. Wenn wir’s bis hierher geschafft hatten, dann waren auch die letzten hundert Höhenmeter bis ins Dorf kein Problem mehr !

Oskar und Christine zogen es vor, ihr mitgeführtes Picknick an einem windgeschützten Ort am See einzunehmen. Wir andern liessen uns im „Grottino“ feine Pizza und Lasagne servieren . . . also die Lasagne war wirklich sensationell gut ! Nach der Mittagspause zeigte sich sogar die Sonne und für den Rest des Tages wurde es noch so richtig schön . . . super ! Es sah lange danach aus, dass es eher zu regnen beginnt, als dass sich die Sonne noch zeigen würde !
Von Arosa hinauf zum Prätschli mussten wir nochmals rund zweihundert Höhenmeter zurücklegen, aber dann begann der schöne Höhenweg zur Ochsenalp. Auf dem Höhenweg geht’s stets ein wenig rauf und runter und die Aussicht aufs Tal und die umliegenden Berge ist einfach grandios ! Nach der Ochsenalp folgte eine herrliche Abfahrt hinunter nach Tschierteschen. Zuerst auf einem wunderbar, ruppigen und steilen Trail (trotzdem schön zum Fahren), später auf einer „Waldautobahn“.
Von Tschiertschen (genau, da waren wir heute schon mal, aber mittlerweile hatten wir einige Höhenmeter mehr in den Beinen) konnten wir’s auf den letzten 9 km zurück nach Chur auf der Asphaltstrasse so richtig schön sausen lassen !
Facts des zeiten Tages : es wurden ca. 66km und 1900Hm zurück gelegt !

Fazit : es war wiedermal eine tolle Tour, nette Leute und das Wetter meinte es auch gut mit uns !

 

 
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