Bikewoche Fréjus / Saint Raphael 22. - 29. April 2006
Unsere Bikewoche starteten wir am Samstagmorgen um 04.00 Uhr beim Parkplatz Segelhof in Dättwil mit einem Teilnehmer weniger als ursprünglich geplant ! Morgens um drei Uhr musste Peter bereits sein Forfait geben ... beim gemütlichen Nachtessen mit Isabel am Vorabend beim Italiener wurde er von einem fremden Hund ins Handgelenk gebissen !!!
Nachdem auch Roger, Lukas und Hanspeter (mit 20min Verspätung) beim Segelhof eingetroffen waren, konnte es endlich losgehen ! Mit dabei waren diesmal : Richard Carroni, Andreas Weissbrodt, Christine Lindblom und Oskar Olsson, Hanspeter Werder, Roger Neuhaus, Lukas Scheuber, Rolf Ehrismann und Tamara Telleschi.
Bei der Raststätte Bellinzona Nord gab es einen ersten Halt und ein feines Frühstück. Danach kamen wir bis kurz vor Genua flott voran und dann erwischte es uns doch noch : Stau von Genua bis Savona ! Der Stau kostetet uns ganze 2½ Stunden, etwas Geduld und Rolf die erste Ausfahrt mit dem Bike .
In Fréjus angekommen, bezogen wir im Hotel Campanile unsere „Zellen“ und nach einigen Diskussionen mit dem Chef liess sich dann sogar ein Raum auftreiben, wo wir unsere Bikes reinstellen konnten (die Zimmer waren zwar hübsch aber sehr, sehr klein . . . zudem hatten die uns ernsthaft vorgeschlagen, die Bikes in die mini -Zimmer hineinzunehmen !!!) . Anschliessend flitzen wir mit unsern Zweirädern in den Jachthafen am Meer, um in einem der zahllosen Strassencafé das herrliche Wetter und einen ersten Cappuccino zu geniessen. Oskar suchte in der Zwischenzeit einen Bikehändler, um Bremsflüssigkeit für seine defekte Bremsen zu besorgen, damit für die morgige Tour dann auch alles bereit ist.
8.00 Uhr am nächsten Morgen : Frühstück in Frankreich . . . und wir wurden positiv überrascht ! Es gab ein gutes Frühstücksbuffet mit Kelloggs, Fruchtsalat, Joghurt, Käse, Fleisch ect. Einzig die Brotauswahl zwischen Croissant und Baguette war etwas dürftig J ! Die Sonne strahlte vom tiefblauen Himmel und das Frühstück genossen wir bei bereits angenehm warmen Temperaturen auf der Terrasse des Restaurants.
Unsere Touren begannen immer gleich : als erstes fuhren wir jeweils zur Bäckerei „Soleil d’Or“ um unser Mittagessen zu kaufen. Am ersten Tag wollte mir Hampi partout nicht glauben, dass es im Esterel-Massiv kein Restaurant geben würde . . . schliesslich konnten wir ihn dann doch davon überzeugen, dass es besser wäre etwas für das Mittagessen einzukaufen J !
Wir bewegten uns die ganze Woche zwischen Mont Vinaigre und Pic de l’ours und genossen das herrliche Wetter und die wunderbare Aussicht auf die Hügel und das Meer. Wer schon jemals im Esterel biken war, weiss wie moderat die Steigungen sind und wie ruppig und anforderungsreich das Terrain ist (sozusagen „Zuckerbrot und Peitsche“) ! Die Spuren des Waldbrandes vor drei Jahren waren noch deutlich sichtbar (angekohlte Baumstämme und kahle Stellen in den Hängen) doch zu unserer grossen Freude liessen sich dadurch viel mehr Trails in den Hügeln ausmachen als früher. So fanden wir in diesem Jahr doch den einen oder andern tollen Trail, den wir noch nicht kannten. Am ersten Tag machten wir nach der Mittagspause auch Bekanntschaft mit Trails bergauf fahren . . . jawohl . . . ein ziemlich langer, ruppiger und kräfteraubender Trail ! Ruppig bedeutet im Esterel : grob schottriges, loses Geröll, teilweise Felsabsätze und viele grosse und kleine Steine die immer genau dort liegen, wo man eigentlich gerne durchfahren würde J. Aber es ist einfach ein super schönes Bikegebiet !
Am ersten Tag hatten wir alle viel zu wenig zu Trinken mitgenommen (im Esterel ist es sehr trocken und man findet kaum eine Quelle, die Wasser ausspuckt), dementsprechend sassen wir am Nachmittag ziemlich auf dem Trockenen und hatten nur noch ein Ziel : das Strandcafé am Meer ! So hielten wir es dann auch den Rest der Woche : nach der Biketour gab es Orangina und Capuccino im Strandcafé ! Im Café war es immer sehr spannend, denn die Passanten dienten unserem „Feldstudium“ . . . uiuiui . . . da wurde über die Leute hergezogen und so richtig schön gelästert J !
Abends assen wir einmal im Campanile was zu kontroversen Meinungen über das Essen in diesem Restaurant führte : Die Fisch-Esser fanden das Menu sehr fein und die Steak-Haché-Esser (na ja, man sollte halt schon schauen was man bestellt J ) hätten wir den Rest der Woche mit dem Fleischkloss jagen können !
Einig waren wir uns aber alle, dass im Ristorante Roma das beste Essen serviert wurde und das Personal eindeutig am freundlichsten zu uns war . . . am ersten Abend bekamen wir einen Tisch, obwohl vor uns noch etliche Leute auf einen Platz warteten . . . ob das daran lag, dass sie meinten wir seien Holländer konnte nicht eruiert werden, aber ein paar blonde Locken und ein nettes Lächeln helfen manchmal auch J !
Oskar und Christine legten bereits am Mittwoch einen Ruhetag ein und erfrischten sich an diesem wunderschönen, warmen Tag bei einem kühlen Bad im Meer. Wir andern schalteten erst am Donnerstag-Nachmittag eine Ruhepause ein, während die beiden Schweden den ganzen Tag auf den Bikes durch die Hügel kurvten. Rich verliess uns an diesem Nachmittag Richtung Gardasee . . . Mamas Lasagne lockten !
An diesem Nachmittag ging ich mit Rolf shoppen. Die andern Herren unternahmen ebenfalls einen Stadtbummel, der allerdings einiges schneller im Strassencafé endete als unserer. Am Abend trafen wir uns dann alle beim Mexikaner. Das Lokal war super schön eingerichtet (Art-Erotika-Restaurant nannten wir das Lokal, weil an den Wänden sehr schöne, erotische Photos hingen) aber weshalb das Poulet von Hampi und Andreas so verkohlt sein musste, wussten wir nicht so genau. Trotzdem war’s ein gemütlicher Abend und die Tarte-Tatin stimmte dann auch Hampi wieder etwas versöhnlicher !
Roger, Luke, Rolf, Andreas und Rich gingen jeden Morgen vor dem Frühstück ¾ Stunden an den Strand joggen . . . wir andern träumten in der Zwischenzeit noch etwas weiter. So auch am Freitag Morgen, unserem letzten Tag in Fréjus. An diesem Morgen erwartete uns nicht wie gewohnt Sonnenschein und blauer Himmel, sondern eine ziemlich kompakte Wolkendecke. Nach dem Frühstück fuhren wir dann trotzdem nochmals in die Hügel. Der Entscheid war gut, denn die Wolkendecke riss auf und die Sonne zeigte sich wieder von ihrer besten Seite. Leider nur bis zum frühen Nachmittag, denn auf dem letzten Trail wurden wir von einem Gewitter eingeholt und tatsächlich noch nass ! Unglaublich . . . in Südfrankreich sind wir noch nie, nie, nie nass geworden !
Alles in allem können wir ein positives Fazit ziehen : wir hatten eine super Woche mit tollen Leuten, das Wetter meinte es gut mit uns und vor gröberen Pannen und Stürzen wurden wir auch verschont ! Kratzer und kleinere Schrammen holte sich jeder in den Gestrüppen auf den Trails, ich durfte zudem einen etwas gröberen Absteiger auf mein Konto schreiben (autsch...) und Platten hatten wir lediglich zwei Stück zu verzeichnen. Ok, hätte Roger keine neuen Pneus gekauft, wären es wahrscheinlich mehr geworden, doch in weiser Voraussicht hatte er diesmal vorgesorgt !
Am Samstag hiess es dann wieder Abschied nehmen. Via Turin, das Aostatal (wunderschön) und den Gr. St. Bernard-Tunnel reisten wir zurück in die Schweiz. Verkehr hatten wir auf dieser Strecke sehr wenig und landschaftlich war dieser Weg sowieso viel schöner als die Fahrt via Milano. Einzig die Gebühr für den Gr. St. Bernard-Tunnel war mit € 22.40 schon etwas happig ! Bei der Mövenpick-Raststätte in Martigny hielten wir ein letztes Mal an, bevor wir uns endgültig voneinander verabschiedeten.
Hey Leute, danke dass Ihr dabei wart ! Es war eine tolle Woche mit Euch !!!
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